Wenn man mich fragt, was ich gerne mache, sag ich immer noch bloggen, doch irgendwie ist das auch gelogen. Warum? Schau doch mal auf meine letzten Beiträge. Ich hab mal wieder den Zugang zu meinem Blog verloren (nicht den Login), ich fühle es aktuell null. Ich weiß nicht warum, ich sitze vor den offenen Blog und weiß nicht worüber ich schreiben soll. Das x-mal erzählen, was hier alles schiefgeht? Das x-mal ein Wochenrückblick voll mit Terminen, aber nichts Spannendes? Gerade fühle ich mich einfach in einer Sackgasse. Es passiert nichts Gutes, worüber man gerne schreibt, es passiert so viel scheiße, die man gerne loswerden möchte, sich aber wegen des Internets dagegen entscheidet … und so bleib ich leise. Fühle es nicht.
Was ich fühle, ist Sehnsucht. Nach Geschichten, die ich dir erzählen kann, nach Dingen, die persönlich sind. Aber mein Blog spiegelt mich wider, meine aktuelle Verfassung, sich im Kreise drehen, nicht weiter kommen, still stehen.
Es nervt, ich möchte den Blog doch nicht ständig mit negativen füllen, er war mal ein so positiver Ort für mich. Jetzt erinnert er nur daran, was ich nicht leisten kann und was ich gerne möchte, aber nur ein Wunsch bleibt.
Es blockiert mich innerlich.
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Du sitzt vor dem offenen Blog und weißt nicht worüber du schreiben sollst und trotzdem schreibst du diesen Text. Und ich kann deine Worte so gut nachfühlen. ❤️
Oh, das kommt mir schrecklich bekannt vor. Am 12. August 2022, ich weiß es noch wie heute, schrieb ich folgende Zeilen und teilte sie mit den Menschen, die bis dahin meine Texte gelesen hatten:
„Schluss. Aus. Ende. Ich hätte gedacht, die 25 erreiche ich noch, aber ich pack’s nicht. Heute hänge ich nach fast einem Vierteljahrhundert meine Tätigkeit als Blogger an den Nagel. Auf unbestimmte Zeit, vielleicht für immer. Nach mehr als 24 Jahren und tausenden veröffentlichten Texten bin ich müde geworden. Gründe dafür gibt es viele, die möchte ich hier auch nicht alle aufzählen.“
Es folgte eine Pause von nur wenigen Monaten, in denen ich die Finger stillgehalten habe. Danach ging ich mit einem neuen Projekt an den Start, das ich ziemlich zügig wieder einstellte. Danach folgten noch zwei weitere (die Wiedergeburt eines älteren Projekts, danach noch einmal was ganz Neues) und nun der aktuelle Blog. Und was soll ich Dir sagen… Mittlerweile fühle ich es wieder. Mehr als je zuvor. Die Pause, das Ausprobieren, das Suchen und Finden des weiteren Wegs, … all das hat scheinbar geholfen. Vielleicht ist es das, was Du auch brauchst? Eine Pause, die sich vielleicht auch wie ein Schlussstrich anfühlt, damit Du mit neuer Energie weitermachen kannst? Mach, was sich für Dich gut und richtig anfühlt. Ich glaube aber, dass das Bloggen einen nie wirklich ganz loslässt. In diesem Sinne: Alles Gute! 😊
Pause habe ich je oft und ganz beenden, dass kann ich nicht. Lilienmeer ist mein Baby, schon so so lange. Über 20 Jahre schreibe ich hier und ganz beenden, das kann ich nicht, dafür denke ich einfach viel zu oft ans schreiben, ich bin einfach nur gehemmt, dass was im Kopf ist, auch „aufs Papier“ zu bringen, weil ich immer das Gefühl habe, es interessiert keinen oder es ist eh wieder nur jammern und negativ und langweilig. Ich stehe mir das aktuell so sehr selbst im weg. Vor Jahren hätte ich berichtet, dass ich mich von der Zahnärztin hab bequatschen lassen mit zwei Kronen und ne Brücke machen zu lassen, ich hätte von einzelnen Terminen geschrieben und wie sehr ich aktuell drunter leider, weil nix richtig passt. Das wären früher 4 Artikel gewesen, jetzt ist es gar keiner, ein Kommentar, hier. So am Rande.
Daher ja, das bloggen lässt mich nie los, ganz ehrlich? Ich habe 100 Artikel im Kopf. Nur bekomme ich die einfach nicht raus.