Vorbereitungen auf der Arbeit

Immer mehr wird einen bewusst, was nun auf uns zukommen könnte. Ich arbeite nun mal in der Disposition eines ambulanten Pflegedienstes. Und täglich kommen neue Richtlinien, Anforderungen und auch Ausnahmegenehmigungen.

Kunden sagen Termine ab, Betreuungskräfte werden Krank, Kinderbetreuung muss gesichert werden. Ängste und Verzweiflung macht sich auch bei den ein oder anderen breit. Den Bezahlt wird ja nach Stunde und wenn der Kunde absagt … Scheiße.

Auch müssen wir uns nun Gedanken machen, wie wir das mit Homeoffice klären. Meine Kollegin arbeitet von 13 bis 17 Uhr und ich von 9 bis 13 Uhr. Jeder also vier Stunden. Jedoch gibt es nur einen Laptop und einen Zugang für unsere Position. Dazu muss das Telefon aufs Handy umgeleitet werden (Memo an mich, ich habe noch alte Handys vielleicht hat meine Kollegin noch eine Prepaidkarte, sodass wir die Handy-Nr. nehmen können). Das macht eigentlich nur in wöchentlichen Rhythmus Sinn. Doch bekomme ich das hin 9–17 Uhr daheim ruhig arbeiten zu können? Ich habs da noch leichter, Sam ist 10. Meine Kollegin hat ein U2 Kind und dein Grundschulkind … viel Ruhe ist da nicht. Wir müssen das morgen echt mal bequatschen.

Das Homeschooling lief heute echt gut. Mal sehen, ob es so bleibt. :D

 

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Auf einmal ist alles anders #stayathome

Die Welt ist aktuell nicht mehr die gleiche.  Ich glaub ich brauche keinen erklären, WAS gerade aktuell los ist, es weiß jeder. Daher wird das hier eher ein Tagebuch um die Zeit einfach auch für mich sinnvoll zu nutzen.

“Coronaferien” Wer auf dieses dumme Wort kam weiß ich immer noch nicht, den mit Ferien hat es nicht wirklich zu tun. Homeschooling, was eigentlich in Deutschland verboten ist, muss nun JEDES Elternteil umsetzen. Ist man auch noch systemrelevant … viel Spaß.

Wir haben nun versucht einfach zu schauen, wie wir das ganze meistern, aber das klappt nicht wirklich, also habe ich heute einen Stundenplan für Sam erstellt. Angelehnt an seinen in der Schule. Er durfte ein wenig mit entscheiden. Jetzt wo er auch nicht raus soll zu Freunden, braucht er etwas Struktur. Daher haben wir den Plan von Aufstehen bis Bettgehen erstellt.

Wir schauen nun, wieweit wir das alles so einhalten können. Aber einen roten Faden haben wir schon einmal.

Unser Tagesablauf? Timm und Sam halten sich an den Plan oben und ich gehe von 8 bis 13 Uhr arbeiten. Ab 14 Uhr übernehme ich dann den obigen Plan. Für den ein oder anderen scheint das zu streng zu sein, aber ich kenne mein Kind am besten und merke, wie er gerade durch das ganze aus den Fugen gekommen ist. Die Routine fehlt. Das da nun eine Stunde Deutsch steht, heißt nicht, dass er nun Aufgaben für eine Stunde bekommt. Er bekommt so viel, wie andere in 30 Minuten schaffen würden. Ebenso bringen wir ihn nun die Schreibschrift näher. Auch werden mal Dokumentationen zu passenden Themen geschaut oder eben am PC/Tablett mit Lernapps/Lernseiten geübt. Also ganz entspannt.

Heute hat recht gut geklappt, statt Sport sind wir raus, er durfte ein wenig Rad fahren. Das werden wir wohl ein wenig öfter in den Plan nehmen, da im Mai die Radprüfung ist und Sam dafür lernen soll.

Joar. Mal sehen wie lange wir nun daheim bleiben. Unnötig Raus gehen wir nicht. Mal in den Wald spazieren oder Radfahren. Solange wir das noch dürfen … Aber solange sich Deppen in großen Gruppen treffen und picknicken oder saufen, wird es bald so sein, dass wir eine Ausgangssperre bekommen …

#stayathome

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Nach Karneval kam dann die Grippe

Okay, als Karneval fast vorbei war, wussten wir auch, was Sam hatte. Den Dienstagabend haute es mich um. 40 Fieber, Müdigkeit, trockener Husten, Gliederschmerzen aus der Hölle, Augenschmerzen.

Mittwochs schleppte ich mich zum Arzt, noch ging das ohne die ganzen Corona-Maßnahmen. Grippe. Zehn Tage krankgeschrieben und ich sollte dann nochmal vor Ende reinkommen. Sam war selbst am Dienstag nochmal bis Freitag krankgeschrieben worden, weil das Fieber immer noch wieder kam und er auch ziemlich K. o. was und viel schlief. Tja nur weiß ich nichts mehr was so die Tage passierte. Ich weiß nur noch, dass ich Samstag das erste Mal ohne Fieber aufwachte und Sonntag das erste Mal ohne Gliederschmerzen… Aber davor? Essen, Schmerzmittelnehmen, weg. Mehr war nicht. Mein Freund sagte auch, dass ich zwar ab uns zu wach war, aber mitten in Gespräch einpennte. Das gleiche Sah ich auf WhatsApp xD Joar. Die Grippe hat mich echt umgehauen.

Von Freunden kamen kleine Witzeleien wegen Corona, aber ich muss sagen, ich bin froh, dass ich kurz vor der ganzen Hysterie krank war. Der Arzt meinte noch, wir sollten für 14 Tage einkaufen, falls Schatz auch krank wird, so das wir net rausmüssen. Aber wir haben eh immer mehr als genug zu Hause. Und dann fing ja das Chaos bei uns an, Hamsterkäufe, Hysterie, Panik uff…

Nach 10 Tagen war ich froh, wieder arbeiten zu können und bisher bleibt es auch dabei. Corona erschwert es zwar seh, gerade weil ich in der Pflege bin. Wir haben viele Vorschriften bekommen, Notfallpläne werden gemacht, Umgeplant etc. pp. Aber meine Kollegin und ich habe das eigentlich gut unter Kontrolle. Noch :P Ab Montag dann die Schulen und Kitas zu… Mal sehen was noch auf uns zu kommt. Aber Hey, wenigstens die Grippe hatten wa schon XD

Was machst du nun mit den vorgezogenen Osterferien? Hast du ein Homeschooling Plan? Genießt du die Zeit? Wie organisierst du das mit der Arbeit?

 

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Ich habe heute kein Karneval für dich.

Mittwoch Abend, Sam freute sich auf Karneval, er wollte unbedingt als Fortnite Skin Ninja gehen und ich suchte ein paar Klamotten raus, die dazu passen konnten. Doch Ninja hat auch blaue Haare! Die mussten sein, wir hatten also eine Tönung und machten die rein. Leider war das Ergebnis ernüchternd. Aber egal. Sam fand, für die Schulfeier reicht es auch und ging zufrieden ins Bett.

Nachts um 4, Schatz war gerade auf der Toilette hörte ich auch Sam Richtung WC tapsen und leise wimmern, Timm rief laut, das er drin sei und er zu mir ins Schlafzimmer soll. Da öffnete er die Türe, völlig aufgelöst und jammerte er sei so schwach und ihm sei heiß. Er stolperte in meine Arme und da merkte ich es auch schon, das Kind hat Fieber. Ich holte gleich das Thermometer und maß 40,6. Autsch. Fiebersenker gegeben, Kind ins Bett getragen und das war’s dann mit Karneval in der Schule.

Erschlagen von der Nacht (mein Schatz war Donnerstag zu Hause) ging ich Arbeiten, das Fieber blieb trotz Senker hoch, Sam schlief fast den ganzen Tag, aß nichts, trank aber zum Glück viel. Um 16 Uhr rief ich nochmal den Arzt an, immer noch sehr voll ich soll um 9:30 am nächsten Morgen da sein.

Die kommende Nacht war noch schlimmer, um kurz vor 4 schrie Sam er habe sich übergeben. Wieder 40 Fieber hat er eiskalten Saft getrunken, der Arzt meinte am nächsten Morgen, das war zu kalt, daher hat er den wieder raus befördert. Joar… ein Kind mit 39 fast 41 Fieber wollte ich nicht allein lassen, schweren Herzens nahm ich eine AU aufs Kind und meldete es in der Firma. Verbrachten den Freitag aufm Sofa und beobachte weiterhin das Fieber.

Samstag dann ein fröhliches und fittes Kind. 37,3 und den ganzen Tag auch kein Fieber, er aß wieder gut und war fit. Der Karnevalszug am Sonntag geht bei uns an der Tür vorbei und daher sind wir da nicht mal eine Stunde unten. Wir wollten es Sonntag also versuchen.

Normal wird man hier sonntags ab 10 von Musik geweckt, aber es blieb still. Wir machten Frühstück, legten mein Kostüm zurecht und wollte gerade Sam wecken, da kam von Marcel eine Nachricht “Zug fällt aus” Och NÖ.

Na ja, beim Wecken merkte ich wieder die Wärme und das Kind hatte auch wieder 38.7 Fieber, welches aber gegen Mittag allein wieder runterging. War also nicht so dramatisch. Mich ärgert nur, dass ich morgen kein Urlaub bekommen habe =( Also gibt es dieses Jahr kein Karneval für uns. Schade, dabei liebe ich das so…

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