Wir sind nun Minicamper

Auf einem Campingplatz steht ein dunkler Van mit geöffneter Heckklappe und Bettzeug neben einem großen Vorzelt mit Campingstühlen.

Auf Instagram habe ich das schon mal erwähnt, dass ich gerne ein Auto hätte, welches sich auch als Minicamper (also mit wenig Einbauten) nutzen lässt. So haben wir uns Anfang des Jahres für den Caddy 3 entschieden. Eigentlich war die erste Tour für nächstes Jahr mal geplant, aber dann kam die Buchmesse und mein Mann hatte die Idee, komm wir probieren es mal aus.

Spontanes packen

Auch wenn wir schon recht früh wussten, dass wir campen wollen, hatte der Alltag uns fest im Griff und so packten wir erst am Tag bevor es losging. Einkaufen waren wir zwei Tage vorher, den huch, wir hatten gar keine passende Matratze. Es wurde also eine einfache Doppelbettmatratze, den diese passt genau rein. Von der Defqon haben wir zwei Isomatten, die sollten als Dämmung unten drunter. Fertig. Da wir eben noch keine Camperbox haben, mussten die Sitze raus, die lagerten wir bei meiner Schwägerin, wo wir auch die Kinder für die Zeit untergebracht hatten.

Dazu haben wir unseren Faltpavillon mitgenommen. Daneben parken und man hat ein wenig Schutz. Leider war die Imprägnierung nach dem Sommerurlaub wohl noch weiter in Mitleidenschaft gezogen worden und einige Nähte sind an den Kanten aufgegangen, sodass der den Starkregen nicht wirklich standgehalten hat.

Im geöffneten Campervan liegt ein blaues Bettzeug; draußen stehen bei Nacht ein gelber Klappstuhl und ein Sonnendach.

Doch wir haben auch die Plane vergessen, die über unser Auto Richtung Pavillon gespannt werden sollte. So regnete es ins Auto rein, wenn die Türe offen war. Also kurz ausgemessen und joar Auto passt so grad eben zwischen die Pavillionbeine, also rein geparkt. Nachdem das Auto stand haben wir dann bemerkt, dass es besser gewesen wäre, rückwärts reinzufahren. Die Türe war zwar unter den Pavillon, aber die Schiebetüre war direkt am Bein, und wenn wir innen waren und die Türe zugemacht haben, dann hatten wir beim Öffnen nur einen schmalen Spalt, weil das Bein sich immer in den Weg stellte. Aber egal, drei Tage hat das gut Funktioniert.

Auch hatten wir das Heckzelt vergessen, aber da es eh kalt war, war der Kofferraum die meisten Zeit zu.

Woran wir nicht dachten

Wenn man da Abends gemütlich unter der Decke gekuschelt sitzt, grübelt man, was man hätte noch alles dabei haben sollen. Da wäre z. B. ein Wasserkocher. Wir hatten schließlich Strom. Und eine Thermoskanne und – Becher, den bei den Temperaturen war der Kaffee/Tee ziemlich schnell wieder kalt. Und Seitenwände, dann hätte der Wind nicht so rein gepfiffen. Oder der Outdoor-Teppich, der munter in unseren Schuppen liegt.

Aber das alles wäre nur Luxus, es ging eben auch ohne.

Die erste Nacht

Es regnete aus Kübeln. Das hört sich echt heftig im Auto an, das ist einen gar nicht bewusst, wie laut das nachts sein kann. Dazu habe ich gefroren wie sonst was. Ich hab nur nicht verstanden warum. Dicke Isomatte unter der Matratze, Dicke Kuscheldecke UND Schlafsack. Aber die Kälte kam halt nicht von der Außentemperatur oder so. Nach oben war es kuschelig warm, es kam von der Matratze. Ki am nächsten Tag befragt, joar, die Luft in der Matratze kühlt halt mit ab und das ist echt unangenehm. Es gab den Tipp, die Isomatten auf die Matratze zu legen, darüber das Bettlacken und dann eine Fleecedecke. Und was soll ich sagen? DAS war perfekt. Die Nächte danach wurde es draußen noch kälter und wir haben nicht gefroren. Trotzdem dachten wir uns so, dass nächste Mal ein kleiner elektrischer Heizlüfter dennoch ganz nett wäre, wenn man doch eh ne Strom Flat hat.

Optimieren fürs nächste Mal

Eine Hand hält eine weiße Tasse mit bernsteinfarbenem Tee und Teebeutel; im dunklen Raum steht eine weitere Tasse auf einem Tisch.

Auch dachte ich, dass die getönten Scheiben hinten Ausreichen. Haha, ja so lang wir kein licht im Auto anhatten, war auch alles Dicht, aber mit Licht konnte man eben von außen alles Sehen. Hinzu kommt, dass die Scheiben auch recht abkühlen. Es gibt extra gedämmte Abdeckungen, die werden wir uns für nächstes Jahr besorgen (Und ganz cool, es gibt welche mit Stauraum!)

Hinzu kommt noch eine neue Isomatte für drunter. Irgendwann möchte ich zwar statt ner Luftmatratze eine aus Schaumstoff, aber da wir vorher die Kinder wegbringen, haben wir nicht viel Platz im Kofferraum, vor allem, wenn wir dort ne Camperbox drin haben wollen.

Einen neuen Pavillon brauchen wir auch für NL und die Defqon, daher soll es wohl einer mit 6x3m werden, so kann der Caddy gemütlich darunter parken (und man hat nicht mehr bei Regen die mega lauten Tropfen)

Camperbox

Das ist ein Holzkonstrukt, dass so hoch sein wird, wie die Sitze vorne umgeklappt, sodass wir diese nicht mehr ausbauen müssen. Nach Oben haben wir ja reichlich Platz und so haben wir die Kisten im Auto verstaut, statt sie draußen oder auf den Beifahrer sitz zu stapeln. Macht es einfacher dranzukommen. Hab für unseren Caddy auch schon eine Bauanleitung.

Auf einem Campingplatz steht ein schwarzer Van mit offenem Kofferraum unter einem großen beigen Vorzelt; Matratze und Bettzeug liegen darin.

Alles in allen waren das trotzdem echt schöne Tage. Wir brauchen nicht viel zum glücklich zu sein. Ein bisschen mehr Komfort darf es dennoch beim nächsten Mal sein. Und gedanklich haben wir auch schon auf den Sitzen vorne ein Zwillingsbett geplant für unsere Mäuse. Da passen gut 80×130 hin. Aber mit den zwei geht das nur, wenn es auch warm ist.

Wie es auf der Frankfurter Buchmesse war, werd ich dann auf Lilies & Paper berichten und hier Nachträglich verlinken.

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Sabrina
Sabrina

✨ Neujahrskind | Baujahr ’85 und dreifache Mama, aktuell in Elternzeit und voll im Familienleben mit zwei Katzen in Duisburg angekommen. Leidenschaftlicher 📚 Bücherwurm und kreative Seele, die ihre Welt gern zwischen Buchseiten, vielfältigen DIY-Projekten und dem turbulenten Mama-Alltag teilt.

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