Schlagwort: Gesellschaft

[Gedanken] Was ist nur aus unserer Gesellschaft geworden?

Immer öfter fällt mir auf, das Menschen nur noch reine Ich-Menschen sind.
Ich weiß nicht, aber was ist bitte aus unserer Gesellschaft geworden?

  • Chefs die sich über hohe “Krankenquoten” echauffieren.
  • Mütter die ihre kranken Kinder zur Kita bringen, weil arbeiten wichtiger ist. Jedoch dann meckern, weil die Kita nur noch Notgruppen auf hat, weil das Personal alles flachliegt.
  • Menschen, die krank arbeiten gehen, weil sie angst um ihren Job haben. Zum Beispiel Busfahrer die mit Fieber arbeiten gehen, weil sie in der Probezeit sind.
  • Firmen, die 20 Leute zum “Probearbeiten” einladen, 14 Tage schufften lassen und nur 5 übernehmen wollen. Die 14 Tage Arbeit passiert selbstverständlich ohne Vertrag, ohne Versicherung, ohne irgendwas in der Hand, was den Arbeitnehmer absichert. Aber hey, man will ja den Job, also macht man…

Es ist kein Wunder, dass immer mehr Menschen krank sind. Früher hieß es, auskurieren und fertig. Heute wird gefachsimpelt, ob man nicht doch besser arbeiten gehen könnte. Ich habe es noch nie so krass erlebt, wie in der heutigen Zeit. Was ist aus den Menschen geworden? Allein das eine Probezeit mittlerweile ein halbes Jahr geht, ist unmenschlich. WER bleibt bitte 6 Monate lang gesund? Vor allem mit Kindern? Eine AU und raus bist du? Ist das, das neue Schick?

Überall gibt es Meldungen, dass sich z.B. die Masern ausbreiten. Durch ungeimpfte. Ist es vielleicht auch ein Problem, dass die Menschen trotz Krankheit weiterhin an der Gesellschaft teilnehmen, statt einfach daheim gesund zu werden? Ich denke, beides hat da seine Finger im Spiel. “Ist ja nicht mein Problem” Hört man da oft. Ist es wirklich nicht mein Problem, wenn ich krank bin und andere anstecke? Also bei mir schaltet da das Gewissen ein… vielleicht bin ich da auch anders. Ich hätte angst, dass ich wen anstecke, der dann wen ansteckt, der vielleicht eben nicht die beste Abwehr hat. Gott bewahre…

Ich kann z.B. die Mutter nicht verstehen, wo das Kind in der Nacht erbricht und am anderen Morgen in die Schule geschickt wird. Obwohl dort schon ein Lehrermangel besteht, weil viele erkrankt sind. Vor allem dann nicht, wenn man Hausfrau ist. Ich kann Chefs nicht verstehen, die ihren Mitarbeiter indirekt drohen, in der Probezeit nicht krank zu werden “Man braucht ja keinen Grund angeben zum kündigen”. Wie unmenschlich sind solche Menschen? Ich könnte Nachts nicht mehr schlafen :/ Ich bin wohl einfach zu weich für diese Welt… ich denke immer an andere. Vor allem was hätte ich als Chef davon, wenn dann auf einmal alle Mitarbeiter ausfallen, da total dahin gerafft? Gar nichts. Aber das ist unsere Gesellschaft. Arbeitende Eltern bekommen nur so und so viel Tage frei, wenn ein Kind krank ist und dann? Soll das Kind allein daheim sein? Ne dann wird es eben krank in die Kita/Schule geschickt. Man überlegt vorher, lohnt es sich die AU zu nehmen? Was ist, wenn mal wirklich ne schlimmer Krankheit kommt? Ach, dann lassen wa das lieber und schicken das Kind einfach.

Es müsste sich so einiges ändern, finde ich. Arbeitnehmer müssten viel mehr Sicherheit haben, in Bezug auf AU´s. Probezeit schön und gut, aber ich finde auch dort müsste ein Arbeitgeber Gründe angeben. Die Probezeit war mal dafür da, dass beide Parteien sich auf länger ansehen können obs passt. Heute wirds genutzt um schnell wen für Arbeit zu haben und wieder los zu werden. Ich will net wissen, wie viele Firmen nur noch für 6 Monate anstellen und dann den nächsten holen. Spart man sich die Jahres- und später unbefristeten Verträge… Früher wurde man als 1er Azubi mit Kusshand im Lehrbetrieb übernommen. Heute ist selbst das keine Garantie mehr.

Es ist traurig, einfach nur noch traurig. Man ist gezwungen nur noch an sich zu denken. “Ich geh lieber arbeiten, ich brauche das Geld” Einfach ein Unding. Wenn ich könnte, würde ich laut “Halt” rufen und hier aussteigen. Ich will nicht so sein. Ich will kein Ich-Mensch sein. Ich will Rücksicht auf andere nehmen können, ohne gedroht zu bekommen. Ich will meine Gesundheit nicht aufs Spiel setzen oder die von anderen, nur weil die “Krankheitsquote” zu hoch ist. “Frau S. Sie dürfen nur 10 Tage im Jahr krank sein, alles andere ist zu viel und untragbar!” oder wie? Arg. Ich könnte mich stundenlang über so etwas aufregen.

Unsere Gesellschaft verkommt nur noch. x.x Das macht mich traurig und daher will ich das nicht unausgesprochen lassen

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[Gedanken] Was ist daran so verwerflich eine Hausfrau zu sein?

Das frag ich mich täglich. Überall heißt es immer: Du musst arbeiten, du musst eine Ausbildung haben, mach dich nicht abhängig von einen Mann, usw.
Ich frag mich was daran so schlimm ist? Früher war es doch genauso. Meine Mama war IMMER da wenn man krank von der Schule kam, wir hatten nach der Schule immer frisch gekochtes essen auf den Tisch, wir brauchten keinen Schlüssel, den Mama war ja immer zu hause. Erst als meine Schwester schon älter war hat sie wieder gearbeitet und auch nie Vollzeit, nein auch keine Teilzeit. Sie geht bis heute nur 3 mal die Woche und das von 11-14Uhr. Sie war immer für uns Kinder da. DAS ist für mich das Ideale Bild eine Mutter. Sie ist einfach mein größtes Vorbild, hat mich in meinem Dasein geprägt. Sie hat Papa immer den Rücken gestärkt, in den sie alle Aufgaben im Haushalt übernahm. Sie kümmert sich noch heute um uns. Ohne Mama wärs mir schon oft schlecht gegangen *knuff*
Ok, sie hat eine Ausbildung damals gemacht, aber in diesen Beruf hat sie seit meiner Geburt auch nicht mehr gearbeitet. Warum muss eine Frau das heute? Ich kenne einige die machen eine Ausbildung, bekommen Kinder und gehen dann Vollzeit arbeiten. Die Kinder sitzen bis spät mittags im Hort oder bei Tagesmütter, sehen die Eltern erst in den Abendstunden. Das ist für mich keine Option. Wenn das Gehalt vom Mann ausreicht, warum noch arbeiten gehen? Nur, weil die Gesellschaft meint, dass das muss? Nur weil man sich dann mehr Urlaub leisten kann als so? Nur weil man sich dann keine Sprüche anhören darf. Doch den egal wie man es macht, entweder ist man die faule Hausfrau die den Mann auf der Tasche liegt oder man ist eine Rabenmutter, die die Kinder nur Fremdbetreuen lässt und arbeiten geht. Geht man zu früh Teitzeitarbeiten, hat man auch gleich die Vorwürfe wie man das nur den armen Kindern antun kann usw.
Jeder hat einen anderen Standard, der eine braucht viel Geld zum Leben, will Luxus, will teure Urlaube usw, die anderen kommen mit weniger aus, sie müssen zwar sparen, aber nicht an der Zeit mit den Kindern. Was ist das für eine Gesellschaft? Mütter die bei den Kindern sein wollen, werden genötigt zu arbeiten, Frauen die daheim sind, werden genötigt zu arbeiten, Frauen die Karriere machen wollen werden als Rabeneltern betitelt. WIE bitte muss den nun eine Frau sein? Egal wie man sich als Mutter/Frau entscheidet, ob Familie oder Karriere oder beides oder oder, es gibt immer wer der dagegen Wettert. Leider. Lasst doch die Leute leben wie sie wollen. Solange sie nicht nur auf den kosten vom Staat leben. (Also reine Harzt4 Familien die wirklich kein Bock auf Arbeit haben, aber dennoch schön die Kitas besetzen um auszuschlafen)

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