Kategorie: Getestet

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Paul Waschbär hat Beerenhunger von Oliver Hummel

Paul Waschbär hat Beerenhunger von Oliver Hummel

Autor: Oliver Hummel
Seiten: 16
Verlag: Langenscheidt
Sterne: [rating=5] Bestellen?

Klapptext
Paul Waschbär und seine Freundin Eule Anni stehen vor einem Rätsel: Im ganzen Wald finden sie keine einzige Beere für ihr Frühstück! Stattdessen entdecken sie geheimnisvolle Spuren im Wald. Ob es ihnen gemeinsam gelingt, den unbekannten Futterdieb zu ertappen?

Meine Meinung
Das 200x200x12mm Große Pappbilderbuch von Langenscheidt hat mir sehr gut gefallen. Es ist sehr stabil und mein 3 Jähriger Sohn schaut es sich gerne an. Die Bilder sind schön gestaltet und wecken die Neugier der Kinder, was die Geschichte unterstützt. Die Sätze pro Doppelseite sind kurz genug um die Aufmerksamkeit der Kinder bei sich zu halten, danach gibt es erst mal viel auf den zwei Seiten zu entdecken. Die Geschichte an sich ist für die Kleinen sehr Spannend, Sam fragte immer wieder, was das für ein Tier sein könnte und überlegte angestrengt. Ich fand es gut das das Geheimnisvolle Tier bis auf die letzte Seite geheim blieb. Auch wenn Sam sofort die einzelnen Tiere an ihren Spuren erkannte “Mama eine Vogelfeder” “Da Mama eine Bärenfuß(abdruck)” “Mama da Möhren, Hasen essen!” “Schau ein Fuchs, da Mama” Es hat uns Spaß gemacht gemeinsam das Buch zu erleben.
Es ist ein reines Bilderbuch und daher ideal ab 2 Jahre geeignet, da ich die Erfahrung gemacht habe das Klappen schnell noch abgerissen werden. Die Illustrationen sind nicht so mein Fall, sie sind sehr Kantig und Minimal, aber sie müssen mir nicht gefallen sondern den Kindern. Und das tutn sie! Sam hat alle Tiere und Bäume gut erkannt, an Form und Farbe. Es ist daher von der Altersangabe super passend! Viele Bilder für die ganz kleinen, Sachen zu Entdecken die nicht unmittelbar mit der Geschichte zu tun haben (Schnecken) und eine kurze aber spannende Geschichte für die Kleinen über Freundschaft, Zusammenhalt und neue Freundschaften.

Die Charakter
Der Hauptcharakter ist Paul Waschbär und daneben ist noch seine Freundin Eule Anni.

Der Autor
Oliver Hummel wurde 1977 in Schweinfurt geboren und arbeitet als freier Grafiker und Illustrator in München.

Danke an Blog dein Buch, Langenscheidt für das Rezessions-Exemplar!

Aufrufe: 38

Die andere Haut von Carmen Schnitzer

Die andere Haut von Carmen Schnitzer

Autor: Carmen Schnitzer
Seiten: 136
Verlag: hansanord
Sterne: [rating=4] Bestellen?

Klapptext

Ricardo war eine Urlaubsliebe. Intensiv, leidenschaftlich, aber flüchtig. Nichts, was eine erwachsene Frau ernst nehmen sollte, erst recht nicht mehr Jahre später, wenn sie kurz vor der Hochzeit mit einem anderen steht. Lara weiß das nur zu gut. Und doch sitzt sie nun im Flugzeug, um einige Wochen im Land des Südamerikaners zu verbringen und – vielleicht? – an etwas anzuknüpfen, für das ihr einst der Mut fehlte. Wartet am anderen Ende der Welt ihr eigentliches Glück? Ist David, ihr Zukünftiger, wirklich der, den sie will, oder ist er nur die bequemere Wahl? Erinnert sich Ricardo überhaupt an sie, war da echtes Gefühl, oder benutzt sie ihn nur als Projektionsfläche einer diffusen Sehnsucht? Der liebeskranke Schwede Jan, der ihr gleich nach der Ankunft in die Arme stolpert, ist nur einer von mehreren Menschen, die Lara im Laufe ihrer Reise – direkt oder indirekt – Antworten geben …

Meine Meinung
Lara ist Verlobt, vor ihrer Hochzeit aber, reist sie in die Ferne, in einen Land wo sie einen Urlaubsflirt hatte, um genau diesen zu finden. Ricardo will ihr nicht aus den Kopf.
David ihr Verlobter bestärkt sie diese Reise anzutreten und nimmt auch in kauf das sie mit Ricardo schlafen wird.
Nach ein paar schönen Tagen mit den Reisenden Jan, findet sie nun ihre Liebe Ricardo und eine Turbulente Zeit beginnt für die Zwei, da Ricardo ebenfalls verlobt ist.
Lara wird sich erst in der Ferne bewusst wo sie hingehört, an wessen Seite.

Auch wenn das Handeln und Denken manchmal einen sehr Fremd vorkommt, die Auffassung von Treue eine andere ist, ist die Geschichte von Lara, David und Ricardo sehr schön und gut geschrieben.

Die Autorin zeichnet sich durch ihre Kurzen Sätze und Kapitel aus, man hat das Gefühl direkt in den Kopf von Lara zu blicken. Einfach weil die Sätze wie Gedanken sind, Kurz aufleuchtend und wieder weg.
Das gibt den Buch eine gewissen Dynamik, alles geht so schnell aber manchmal ist man auch sehr verwirrt, genauso wie es in Laras inneren ist.

Der Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit wurde schön gelöst. Die Vergangenheit bringt Laras Denk- und Handelsweise einfach näher als wenn es nur die Geschichte der Gegenwart gegeben hätte.

Charakter
Lara ist seit viele Jahren mit David liirt, nun haben sie sich verlobt, er schlägt vor, ein letztes Mal vor der Ehe, “Frei zu sein” Lara nutzt ihre 3 Wochen um Ricardo, eine Urlaubsliebe zu finden.
David ist der Verlobte von Lara, er gibt ihr und auch sich 3 Wochen der “Freiheit” Es war seine Idee, das Lara nach Ricardo suchen soll, obwohl er weiß das wenn sie ihn findet, sie sich auch Körperlich ihn hingeben wird.
Ricardo, Sprachlerer und Urlaubsliebe von Lara. Er ist mitlerweile mit Malin verlobt, hat Lara jedoch nie vergessen. So läßt er sich auf das Abenteuer Lara ein.
Jan ist ein Schwede den Lara gleich am Flughafen kennenlernte, sie erkunden zusammen das Land, werden sich so vertraut, das sie sich sogar das Bett teilen und es kommt zu einen Kuss, doch Jan ist in Linda verliebt und entschließt dann für immer dort zu bleiben.
Linda und Malin sind die Besitzer einer kleinen Kneipe in der Jan und Lara gerne die Abende verbringen und auch Jan´s Geburtstag feiern, durch Malin trifft Lara auch Ricardo wieder.

Fazit
Eine kleine schöne Bettlektüre, mit ein paar Funken der Erotik. Mich hat die Story trotz der anderen Denkweise von Lara trotzdem gefesselt. Mich zum überlegen gebracht. Ich hoffe die Autorin wird noch eine weiteres Buch von Lara und David veröffentlichen, wie sie die Zukunft gemeinsam oder vielleicht auf getrennt meistern.

Danke an LovelyBooks.de, den hansanord Verlag und natürlich der Autorin für diese tolle Leserunde und der Rezessions-Exemplar!

Aufrufe: 25

Feuerblume von Sanna Seven Deers

Feuerblume von Sanna Seven Deers

Autor: Sanna Seven Deers
Seiten: 338
Verlag: Merlin Verlag
Sterne: [rating=3] Bestellen?

Klapptext:
Eigentlich sollte Alexandra mit ihrem Leben in Deutschland zufrieden sein. Ein guter Job, die Freunde und verständnisvolle Eltern – alles spricht für ein sorgenfreies Dasein.

Dennoch ist Alexandra nicht glücklich. Sie beschließt, eine kurze Auszeit im Westen Kanadas zu nehmen. Die Berührung mit der Natur und der Mystik der indianischen Kultur führen Alexandra endlich zu sich selbst. Sie erkennt den Sinn und die Schönheit ihres Lebens, findet die Liebe und wagt einen Neuanfang …

Meine Meinung:
Alex bricht mit ihrer Familie und ihren alten Leben und verlässt Deutschland, ohne Ziel und ohne Plan. Am Flughafen setzt sie sich einfach in einen Bus mit den Vorsatz, da wo es ihr gefällt steigt sie aus, ich finde das gan schön Mutig, wie viele Wünschen sie einfach mal irgendwo neu anzufangen, aber viele finden den Absprung nicht. Man hat Angst vor der Fremde, das man Versagt, das man kein Geld hat usw, aber Alex ist so Mutig, kündigt ihren Job, ja hat sogar streit mit den Eltern, um sich selber zu finden.

In der Fremde lernt sie was wahre Freundschaft ist und auch die wahre Liebe kennen. Sie findet schnell Anschluss und vor allem fühlt sie sich wohl auf der Little Creek Ranch, hat im fernen Kanada eine neue liebevolle Familie. Alexandras art läßt sie gleich Sympatisch wirken, so das sie wirklich gut Anschluss in der Fremde findet.

Durch Sam und seine Großmutter erfährt sie viel von den Indianern und deren Kultur, was sehr Interessant zu lesen ist, da ja auch wir als Leser nun viel von den Bräuchen, der Kultur usw erfahren.

Doch es gibt auch immer Neider, auch in Shaheylah, wo Alexandra nun lebt. Die Autorin hat das gut zur Geltung gebracht, was Hass und Neid für folgen haben kann. Ein sehr spannender Aspekt der Geschichte, welchen einen richtig fesselt.
Doch Alex schafft diese Situation dank ihrer guten Freunde und der Hilfe der Indianischen Geistern.

Man kann regelrecht miterleben wie Alexandra in der Ferne zu einer Starken und mutigen Frau wird, nicht mehr zu vergleichen mit der schüchternen, ängstlichen jungen Frau, die sie war als sie Deutschland verlassen hat. Sie hat nie aufgegeben, hat die Steine die ihren Weg blockierten weggeräumt, statt aufzugeben! Sie findet ihr Glück in der Ferne und baut sich dort ein neues, erfülltes Leben auf.

Cover:
Das Cover weckt gleich das Fernweh, wenn man den Klapptext gelesen hat, dann assoziiert man gleich die Landschaft von Kanada, die weite, die Berge, die Seen. Das Cover ist daher schön gewählt.  Dieser Bergsee macht einen richtig Fernweh und auch fragt man sich ob diese “Feuerblume” im Buch nochmal vorkommt

Fazit:
Das Buch macht einen gut Recherchierten Eindruck, was aber auch durch die Tatsache gestärkt wird das die Autorin selber vor Jahren Nach Kanada ausgewandert ist und ihr Ehemann Indianischer Abstammung ist.
Leider bin ich sehr schwer in die Geschichte rein gekommen, was aber am Schreibstil lag, mich hat es sehr gestört ständig den Namen Alexandra zu lesen, manchmal 10mal auf einer Seite, kein sie, kein Alex, oder Ihre. Das war recht anstrengend.  Trotzdem war die Story nachher schön.  Es lohnt sich auf jeden Fall zu Lesen!

Danke an Blog dein Buch und den Merlin Verlag für das Rezessions- Exemplar!

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Sitzen vier Polen im Auto von Alexandra Tobor

Sitzen vier Polen im Auto von Alexandra Tobor

Autor: Alexandra Tobor
Seiten: 267
Verlag: ullsteinbuchverlag
Sterne: [rating=5] Bestellen?

Inhalt:
Als die achtjährige Alexandra 1989 mit ihrer Familie im polnischen Fiat nach Deutschland flieht, kennt sie das verheißungsvolle Land im Westen nur aus dem Quelle-Katalog ihrer Oma. Hinter der Grenze warten paradiesische Verhältnisse, aber auch viele ungelöste Rätsel: Wie kommt es, dass alle Städte „Ausfahrt“ heißen? Was bringt deutsche Frauen dazu, freiwillig Hosen zu tragen? Und warum haben Wurstscheiben ein Bärengesicht? Humorvoll und einfühlsam erzählt Alexandra Tobor die abenteuerliche Geschichte ihrer Familie, die versucht, in Deutschland Fuß zu fassen.

Meine Meinung:
Ein richtig schönes Buch über eine Polnische Familie und der Weg in die BRD. Das Buch ist aus Sicht von Ola erzählt und daher oft kindlich Naiv. Ich konnte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Die ich Erzählung aus Olas Sicht ist einfach super passend für dieses Geschichte, sie zeigt eine ganz neue Perspektive der Vorkommnisse, als wenn wir nun von einer Erwachsenen Person erzählt bekommen haben. Kinder nehmen die Umwelt eben ganz anders war und es sind ganz andere Dinge wichtig.
Auch die Familie von Ola ist sehr liebenswürdig dargestellt, es macht spaß mit ihnen zu fühlen und zu entdecken. Da die Geschichte ein offenes Ende hat, bleibt die Spannung, was wird aus den Freunden, wie lebt sich Ola als Teenager ein? Wird sie noch Probleme in Deutschland haben? Wie wird es mit den Eltern und den Arbeiten weiter gehen? Kommt Oma Greta auch irgendwann ganz nach Deutschland?
Ich bin auf das Nachfolgende Band sehr gespannt.

Charaktere:
Aleksandra, welche nur Ola, oder auch mal Alexis genannt wird ist zu Anfang des Buches 6 Jahre alt, zum Ende hin feiert sie ihre heilige Kommunion.
Oma Greta kann eigetlich gut deutsch, sie arbeitete damals als Hausmädchen bei einer deutschen Familie und ging auch in einer Deutschen Schule, jedoch wurde später Deutsch in Polen verboten, daher lernten es ihre Kinder nicht mehr.
Mama Danuta und Papa Pawel, sind Olas Eltern und wollen erst nicht in die BRD auswandern, nachher hat nur noch der Vater zweifel, doch nachdem sie Onkel Marek schon besuchen, bleiben sie dort.
Bruder Tomek wird noch in Polen geboren. Er ist ca 6-7 Jahre jünger als Ola.
Onkel Marek zieht als erstes in die BRD, davon erfährt Ola bei der Taufe ihres Bruders unterm Tisch. Er kommt sie später mit einen Mercedes besuchen und versucht die Familie zu überreden mit in die BRD zu fahren. Doch Olas Eltern wollen nicht. Später besuchen sie Onkel Marek und bleiben schließlich doch dort.
Die Ogórkowa bestehen aus den Eltern Dorota und Damian und zwei Kinder Bajtek und Isaura, sie sind nicht sehr gebildet und für sie ist alles in Deutschland “Lux” und Sperrmülltag wie Weihnachten. Sie handeln mit Sachen die sie dort finden, reperieren oder lassen es reperieren und verkaufen es dann. Bajtek ist Ola´s erste große Liebe, aber er verliebt sich in eine Deutsche, was Ola ihr kleines Herz bricht.
Dominik ist ein Raudi, er geht in Olas Klasse. Er ärgert sie und ist sehr schlecht in Deutsch und geht daher auch in den Förderunterricht wo auch Ola drin ist. Er klaute ihr zwar ein Marsriegel, gibt es aber später wieder. Seine Mutter schert sich kaum um ihn, oft steht er im Regen vor der Türe. Daher nimmt Olas Papa ihn einmal mit zu sich in die Barrake. Er und Ola schließen Freundschaft, doch als Ola wegzieht wird er wieder zum Raudi der kein Wort mit ihr Redet.
Am Ende jedoch lebt er bei seine Oma und kommt Ola mit den Rad an ihrer Kommunion besuchen.

Cover:
Auf den Coder sieht man ein Auto (wohl einen Polski Fiat 126p), erahnt vier Personen drin und auf den Dachträge jede menge Gepäck, im Hintergrund das Berliner Tor. Eben 4 Polen im Auto richtung Deutschland. Passt eben zum Titel. Der Titel wurde jedoch vom Verlag, nicht von der Autorin ausgesucht, jedoch finde ich, passt er sehr gut auch zum Inhalt, auch wenn es nur den Ersten Teil des Buches benennt.

Fazit:
Ein echt schönes und gut geschriebenes Buch, es hat echt Spaß gemacht zu lesen. Ja ich freue mich auch schon auf das zweite Buch, was die Autorin in der Leserunde schon angekündigt hat. Die kleine Ola ist einen richtig an Herz gewachsen, aber auch Oma Greta ist eine tolle Figur im Buch. Ich hab das Buch regelrecht verschlungen und bin ich froh bei der tollen Leserunde dabei gewesen zu sein, der austausche mit anderen und der Autorin waren einfach klasse.

Danke an Alexandra Tabor, den UllsteinVerlag und LovelyBooks.de für das Rezensions Exemplar und die tolle Leserunde.

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